Bei manchen Textilien ist es schwierig, Vorder- und Rückseite zu unterscheiden. Schon kleine Unachtsamkeiten beim Nähen können zu Fehlern führen, wie ungleichmäßiger Farbtiefe, unregelmäßigen Mustern und starken Farbunterschieden. Auch ein verschwommenes Muster oder ein spiegelverkehrter Stoff können das Erscheinungsbild des Kleidungsstücks beeinträchtigen. Neben dem Sehen und Fühlen des Stoffes lassen sich auch seine Struktur, sein Design, seine Farbe, die Wirkung spezieller Veredelungen sowie Etiketten und Siegel erkennen.
1. Anerkennung auf Grundlage der Organisationsstruktur des Gewebes
(1) Leinwandbindung: Bei Leinwandbindungen ist es schwierig, Vorder- und Rückseite zu unterscheiden, sodass es praktisch keinen Unterschied zwischen Vorder- und Rückseite gibt (außer bei Kaliko). Im Allgemeinen ist die Vorderseite von Leinwandbindungen relativ glatt und sauber, und die Farbe ist gleichmäßig und leuchtend.
(2) Köpergewebe: Köpergewebe wird in zwei Arten unterteilt: einseitiger und doppelseitiger Köper. Beim einseitigen Köper ist der Fadenlauf auf der Vorderseite klar und deutlich erkennbar, auf der Rückseite jedoch undeutlich. Hinsichtlich der Fadenrichtung verläuft der Fadenlauf bei einseitigem Köpergewebe von links oben nach rechts unten, bei einseitigem Köpergewebe hingegen von links unten nach rechts oben. Beim doppelseitigen Köpergewebe verlaufen Vorder- und Rückseite des Fadenlaufs im Prinzip gleich, jedoch diagonal zueinander.
(3) Satingewebe: Da die Kett- oder Schussfäden bei Satingeweben stärker aus der Stoffoberfläche herausragen, ist die Stoffoberfläche glatt, dicht und glänzend. Die Rückseite hat eine ähnliche Struktur wie Leinwand- oder Köpergewebe und einen relativ matten Glanz.
Darüber hinaus weisen Kettköper und Kettsatin mehr Kettflottierungen auf der Vorderseite auf, und Schussköper und Schusssatin weisen mehr Schussflottierungen auf der Vorderseite auf.
2. Erkennung anhand von Stoffmuster und Farbe
Die Muster und Designs auf der Vorderseite der verschiedenen Stoffe sind relativ klar und sauber, die Formen und Linienumrisse der Muster sind relativ fein und deutlich, die Schichten sind deutlich erkennbar und die Farben sind hell und lebendig; dunkler.
3. Gemäß der Veränderung der Stoffstruktur und der Mustererkennung
Die Webmuster von Jacquard-, Tigue- und Streifenstoffen variieren stark. Auf der Vorderseite befinden sich in der Regel weniger freie Fäden, und Streifen, Karos und Muster treten deutlicher hervor als auf der Rückseite. Die Linien sind klar, die Konturen deutlich, die Farben gleichmäßig und das Licht hell und weich. Die Rückseite hingegen weist verschwommene Muster, undeutliche Konturen und matte Farben auf. Es gibt jedoch auch Jacquardstoffe mit einzigartigen Mustern auf der Rückseite und harmonischen, ruhigen Farben, sodass die Rückseite bei der Bekleidungsherstellung als Hauptmaterial verwendet wird. Solange die Garnstruktur des Stoffes angemessen ist, die freie Fadenlänge gleichmäßig ist und die Farbechtheit nicht beeinträchtigt wird, kann die Rückseite auch als Vorderseite verwendet werden.
4. Erkennung anhand der Webkante
Im Allgemeinen ist die Vorderseite des Stoffes glatter und fester als die Rückseite, wobei die Seitenkante der Rückseite nach innen eingerollt ist. Bei Stoffen, die mit einem schusslosen Webstuhl gewebt wurden, ist die Webkante der Vorderseite relativ flach, und die Schussfäden sind an der Rückseite leicht zu erkennen. Einige hochwertige Stoffe, wie beispielsweise Wollstoffe, weisen am Rand eingewebte Codes oder andere Zeichen auf. Diese sind auf der Vorderseite relativ klar, deutlich und gleichmäßig, während sie auf der Rückseite eher undeutlich und spiegelverkehrt sind.
5. Identifizierung des optischen Effekts nach spezieller Veredelung von Stoffen
(1) Floriger Stoff: Die Vorderseite des Stoffes ist dicht flauschig. Die Rückseite ist glatt. Die Grundstruktur ist deutlich erkennbar, z. B. bei Plüsch, Samt, Velours, Cord usw. Bei manchen Stoffen ist die Grundstruktur kaum noch sichtbar.
(2) Ausgebrannter Stoff: Die Vorderseite des chemisch behandelten Musters weist klare Konturen, Schichten und leuchtende Farben auf. Bei ausgebranntem Wildleder ist das Material voluminös und gleichmäßig, ähnlich wie bei ausgebrannter Seide, Georgette usw.
6. Kennzeichnung durch Marke und Siegel
Bei der Endkontrolle des gesamten Stoffstücks vor Verlassen des Werks wird üblicherweise das Produktmarkenpapier oder -handbuch aufgeklebt, wobei die beklebte Seite die Rückseite des Stoffes bildet. Auch das Herstellungsdatum und der Prüfstempel an jedem Ende jedes Stücks befinden sich auf der Rückseite. Im Gegensatz zu inländischen Produkten werden die Markenaufkleber und Siegel von Exportprodukten auf der Vorderseite angebracht.
Wir sind ein Hersteller von Polyester-Viskose-, Woll- und Polyester-Baumwollgewebe mit mehr als 10 Jahren Erfahrung. Wenn Sie mehr erfahren möchten, kontaktieren Sie uns gerne!
Veröffentlichungsdatum: 30. November 2022